Was ist das eigentlich für eine Sache mit den Glaubenssätzen?

Hinderliche Glaubenssätze

Was sind (hinderliche) Glaubenssätze eigentlich und wo kommen sie her?


Wir kennen sie alle in unserem Kopf: Diese sich ständig wiederholenden Mantren, die zumindest dann wieder auftauchen, wenn es um bestimmte Themen geht.

Das kann die Liebe, die Figur oder auch Erfolg und Arbeit oder auch Geld betreffen.

„Was willst du schon?!“„Das ist doch nichts für dich!“„Ich bin zu dick." usw.

Geschafft, wir haben die Sätze unser Umwelt schon internalisiert. Prima! Hat geklappt, das Geplapper, das wir häufig schon seit unserer Kindheit oder/ und Jugend mit uns herumschleppen und das uns im Weg steht, wenn wir erfolgreich sein und mit Liebe unseren Weg beschreiten wollen.


Sowohl von unseren Eltern als auch unserer Umwelt haben wir sie gehört. (Warum denke ich hier bloß an Lehrer:innen, Chef:innen, die Werbung usw….????) und zeigen ihre Wirkung: Wir halten uns zurück und klein.

Nur allzu selten gibt es Sätze zu hören wie: „Ich bin stolz auf dich!“ – „Super gemacht!“ – „Wie du das alles gewuppt hast!“


Häufig übernehmen wir die Sätze, die wir einst gehört (oft mehrfach) haben und schenken ihnen mit der Zeit mehr Glauben, als uns selbst und unserem Können und Aussehen, unserer Ausstrahlung. Wir beginnen zu glauben, dass wir so und so sind. Absolut. Wir machen daraus sogar oft merkwürdige Verknüpfungen, die lediglich unserem Misserfolg dienen: Weil es in meiner Familie diesen oder jenen Vorfall gab, es nicht normal war, bin ich nicht so wie die anderen und bin deshalb niemals so gut wie die anderen.“ – „Ich habe es nicht verdient, Erfolg zu haben.“ – „Ich bin nicht gut.“ - Nicht gut genug eben.

Wie oft habe ich das in meiner Praxis schon gehört und z.Z. auch selbst erfahren. Heute denke ich: So ein Quatsch! Und frage mich, warum ich so lange daran geglaubt habe.

„ Ich kann das doch nicht, weil…“- ist schon eine besondere Form, über uns zu denken.

Stigmatisierungen aufgrund von nicht „normalen“ Vorfällen in unseren (herkunfts-)Familien hindern uns öfter an unserem Fortkommen, als wir denken und uns lieb ist. – Selbst, wenn diese Stigmatisierungen „eingebildet“ bzw. Atmosphärisch empfunden und damit unausgesprochen erlebt wurden: Wir fühlen uns nicht normal und dazu gehörig. Die Scham über das Anderssein lässt uns an uns zweifeln und wir machen uns dadurch kleiner als die andern. Dabei kommt diese scheinbar unnormalen Erlebnisse und Vorfälle sehr oft vor: Migrationshintergrund, Geschlechtliche oder sexuelle Identität, Trennungen/ Scheidungen, Alkoholismus oder sonstige Abhängigkeiten, Krankheiten und Arbeitsunfähigkeiten von Elternteilen, Depressionen bis hin zum Suizid im familiären Umfeld, uneheliche Kinder usw. -all diese Dinge sind in unserer Gesellschaft nach wie vor tabu und manchmal unsichtbare Gründe schlecht über uns zu denken und zu glauben (Daher das Wort Glaubenssätze). Man selbst fühlt sich mit einem Makel behaftet. So dass wir lernen, schlecht von uns zu denken.


Neue liebevolle Glaubenssätze führen zum Erfolg:


Wenn ich mit meinen Klient:innen an einem Glaubenssatz gearbeitet habe, verlassen sie oft nicht nur meine Praxis mit einem strahlenden Lachen, sondern kommen auch mit einem solchen bei der nächsten Sitzung an: Es hat sich was getan in der Zwischenzeit. Menschen verhalten sich anders und neue Wege und Möglichkeiten eröffnen sich – erfolgreichere Strategien können genutzt werden, um zu bekommen, was man/ frau will!

Wie wäre es einmal damit: „Gerade weil mir das und das passiert ist, bin ich gut und habe gelernt, vieles zu meistern.“ „ Ich bin stolz auf mich.“ – „Ich bin stark und habe gelernt, mit Hindernissen umzugehen.“ usw.


Es gibt viele Möglichkeiten, hinderliche Glaubenssätze zu erkennen und zu bearbeiten:


Schon einfache Affirmationen, die uns eine positive Sicht auf die Dinge suggerieren und die wir liebevoll auf Zettelchen schreiben und in der Wohnung an markanten Plätzen verteilen und aufhängen, können schon hilfreich sein.

Doch so einfach ist die Sache leider nicht, denn nur allzu oft sind uns diese Sätze gar nicht bewusst. Wir tun Dinge, die nicht sehr förderlich sind und drehen uns gelegentlich im Kreis bis wir merken, dass da ein Skript am Werk ist, das uns nicht gerade glücklich werden lässt. Also, müssen wir versuchen, hinter das offensichtliche „Programm“ zu kommen, das uns von unserem Glück abhält. Und dafür braucht es gute Beobachtung und Selbstwahrnehmung. Und eben ein Gegenüber, das uns gut zuhört, wenn wir uns auf die Schliche kommen wollen.


Byron Katie z.B. hat die Methode „The Work“ ® ins Leben gerufen: Mit nur vier Sätzen lehrt sie, diese Sätze zu entmachten:


v Ist das wahr? Bei dieser ersten Frage geht es um unsere Wahrheit. ...

v Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? ...

v Wie reagierst du, wenn du diesen Satz denkst? ...

v Wer wärst du ohne diesen Gedanken?


Systemische Aufstellungen


Ich arbeite gerne mit kleinen (systemischen) Aufstellungen. Dazu braucht es noch nicht einmal verschiedene Menschen, sondern wir schauen uns an, wer dir was eingebläut hat und was die beste Absicht dieses Menschen dabei war. Das kann auf dem Systembrett sein, oder auch im Raum. Du spürst hinein und gibst den Menschen eine Antwort und ihren richtigen Platz in DEINEM Leben, so dass sie dich zukünftig im positiven Sinne begleiten können. Du findest für dich inneren Frieden und deinen für dich inneren Glaubenssatz, der dir den Erfolg bringt, den du dir wünscht.


EMDR


EMDR kommt aus der Traumtherapie. . Dr. Francine Shapiro (USA) hat bei ihren Forschen entdeckt, dass, wenn sich die Augen im Schlaf bewegen, wir träumen und dabei wichtige Themen bearbeiten, die unser Tagbewusstsein nicht schafft. Das macht sich die Traumtherapie mit EMDR zu Nutze: Mit Hilfe von geführten Augenbewegungen, können kleinere Traumata, wie z.B. eine Erfahrung mit einem Menschen am Arbeitsplatz, eine Prüfungssituation, die nicht so optimal verlaufen ist oder andere kleinere Begebenheiten, die wir nicht gut verarbeiten können, aufräumen. Diese können an einem guten Platz im Großhirn abgelegt werden. Diese Ereignisse sind meistens emotional belegt und wollen von unserer Amygdala (also dem Areal im Gehirn, wo Emotionen erzeugt und leider auch häufig nicht so optimal gespeichert werden) in das Großhirn gelangen, wo sie dann richtig eingeordnet und damit Ruhe geben können. Wir begeben uns in dieser Arbeit auf eine gemeinsame Reise und mit geführten Augenbewegungen gelingt es, diesen Ruhezustand herzustellen. Die ursächliche Situation wird entstresst und ein neuer förderlicher Glaubenssatz installiert.

Größere bzw. große Traumata wie Verluste, Unfälle usw. bedürfen einer therapeutischen Begleitung! Dies kann dann - nach Absprach – z.B. im Rahmen meiner therapeutischen Praxis stattfinden.


NLP


NLP – Neuro Linguistisches Programmieren hilft uns, z.B. einen neuen Bezugsrahmen herzustellen und kreative Lösungen um Umgang mit einem Thema zu finden, auf Distanz mit ihnen zu gehen und neue Glaubessätze über uns und unsere Leben zu finden.


Voice Dialogue


Hier stellen wir die verschiedenen Stimmen deines (inneren) Systems/ Teams auf und lassen sie miteinander reden, bis sie eine für dich gute Lösung gefunden haben.


Was willst DU über dich glauben, damit du zu dem Erfolg kommst, nach dem du dich sehnst?





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